Neutrale Infrastruktur
Wenn zwei Parteien gemeinsam ein Projekt aufbauen, stellen wir die Infrastruktur dafür als neutrale dritte Stelle. Beide Seiten arbeiten gleichberechtigt darauf, und keine kann die andere aussperren.
Auf wessen Servern läuft es?
Zwei Parteien bauen gemeinsam etwas auf, und sofort steht eine unbequeme Frage im Raum. Wer die Server stellt, hält die Schlüssel und damit ein Druckmittel, das mit der Zusammenarbeit selbst nichts zu tun hat.
Was wir stellen
Die Infrastruktur selbst
Server, Datenbank und Speicher liegen bei uns, nicht bei einer der Parteien. Das ist der Kern der Sache: Solange die Technik einer Seite gehört, gehört ihr auch der Schalter.
Gleiche Rechte, lückenlose Spur
Beide Seiten erhalten gleichberechtigten Zugriff. Jeder Zugriff wird protokolliert, nicht aus Misstrauen, sondern damit im Zweifel nachlesbar ist, was geschehen ist, statt dass Aussage gegen Aussage steht.
Die Regeln vor dem Ernstfall
Herausgabe, Übertragung und Trennung sind vorab vertraglich geregelt. Der richtige Zeitpunkt, das zu klären, ist der Anfang eines Projekts, nicht der Tag, an dem man sich uneinig ist.
Der laufende Betrieb
Betrieb, Sicherungen und Überwachung sind eingeschlossen. Eine neutrale Stelle, die niemand pflegt, ist keine neutrale Stelle, sondern ein Ausfall mit Ansage.
Wann das gebraucht wird
- Zwei Firmen bauen gemeinsam ein Produkt und keine will es auf den Servern der anderen betreiben.
- Ein Auftraggeber möchte nicht davon abhängen, dass ein Dienstleister ihm den Zugang gewährt.
- Mehrere Partner betreiben eine gemeinsame Plattform und brauchen dafür einen neutralen Ort.
- Eine Zusammenarbeit endet, und die Übergabe soll geordnet ablaufen statt im Streit.
Häufige Fragen
Wem gehören die Server?
Uns. Genau darum geht es: Stehen sie bei einer der beiden Parteien, hat diese ein Druckmittel in der Hand, das nichts mit der Sache zu tun hat. Bei uns hat es keine von beiden.
Was passiert, wenn wir uns zerstreiten?
Was dann geschieht, wurde bereits geregelt, als noch Einigkeit herrschte. Wir setzen um, was vereinbart wurde. Deshalb gehört diese Frage an den Anfang eines Projekts.
Können wir den Betrieb später selbst übernehmen?
Ja. Die Übertragung ist Teil der Abmachung und wird vorab festgelegt, nicht nachträglich verhandelt.
Seid ihr damit an unserem Projekt beteiligt?
Nein. Wir stellen und betreiben die Infrastruktur, mehr nicht. Neutral heisst auch: kein eigenes Interesse am Ausgang.
Passt das zu eurer Lage?
Meist klärt ein Gespräch in zwanzig Minuten, ob eine neutrale Stelle der richtige Weg ist und was sie in diesem Fall abdecken müsste.